Konstruktionsfehler verursacht hohe Reparaturkosten 

Bei meiner Beauftragung ging es um die Feststellung, warum bei einer Anlage die Warmwasserbereitung immer wieder zu massiven Störungen kommt.


Bei dem Objekt handelt es sich um eine Wohnanlage mit 34 Wohnungen.

Für die Warmwasserbereitung steht ein 1.200 Liter Brauchwasserspeicher mit einem (zu kleinen) Heizbündel mit 2.8 qm Heizfläche zur Verfügung.

Der eingebaute, zweistufig arbeitende atmosphärische Gaskessel hat eine Maximalleistung von 96 kWh. Inbetriebnahme 1996.


Durch den Konstruktionsfehler des Kessels gab es bereits kurz nach Inbetriebnahme der Anlage Probleme mit der Brauchwasserbereitung.

Zur Abhilfe wurde die Kesselwassertemperatur auf 85°C erhöht, was nach Abschalten des Brenners zu Nachheizungen auf über 90°C führte.

Diese hohe Kesselwassertemperatur hatte massive Verkalkung des Warmwasserbereiters sowie der Warmwasserleitungen zur Folge. Die WW-Hauptleitung - Edelstahl 42 mm - war bis auf ca. 6 mm Durchgang verkalkt.

Auslöser dieser kostenträchtigen Schäden ist eine Fehlkonstruktion des Heizkessels. Durch die unten angemerkten Mängel ging die Brennerstufe zwei permanent auf Störung, der Kessel lief meist nur mit Kesselstufe eins, was zur Erhöhung der Kesselwassertemperatur führte, um die von den Mietern reklamierte Brauchwassererzeugung einigermassen zu überbrücken.

Nach der aufgezeigten Konstruktionsmägel erklärte sich der Kesselhersteller bereit, eine neue Brennereinheit mit anders angeordneter Flammenüberwachung der zweiten Brennerstufe kostenlos einzubauen.

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Kondenswasser im Bereich der beiden äusseren Kesselglieder, in deren Bereich der Heizungsrücklauf angeordnet ist.

 

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Von unten in die Kesselglieder fotografiert. Hier ist die Anlagerung von Verbrennungsrückständen in Verbindung mit dem Kondensatanfall gut zu erkennen. Bereits ab dem dritten Glied keine Rückstände. Die Rückstände wurden innerhalb eines halben Betriebsjahres aufgebaut.

 

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Die Flammenüberwachung für die zweite Brennerstufe ist im Bereich der beiden rechts aussen liegenden Kesselglieder angeordnet. Durch die Ablagerung von Verbrennungsrückständen wurde beim Umschalten von Stufe eins auf Stufe zwei durch die erhöhten Rauchgaswiderstände in diesem Bereich die Flamme nach links zur Kesselmitte hin abgelenkt, sodass der Ionisationsstrom für die Flammenüberwachung nicht aufgebaut werden konnte.