| Vorwort Veränderung ist sicher kein
Wert an sich, aber sie ist immer dann nötig und positiv, wenn die bisherige Arbeitsweise
einer anderen, besseren weichen muss.
In den letzten Jahren musste auf vielen
Ebenen das gute alte Buch dem Computer im allgemeinen und dem Internet im besonderen
weichen.
Das ist an diesem Katalog nicht
vorbeigegangen.
Tatsächlich gibt es den Bielefelder
Katalog Jazz mittlerweile auch im Internet, ohne dass er Anspruch erhebt, das Papier zu
verdrängen.
Falls man es richtig anstellt,
ergänzen sich die beiden Medien sogar:
So kann man beispielsweise die neusten
Platten im Internet finden, während man für die aufwendigeren und langwierigere Suche
das Buch besitzt.
Das ist eine mögliche Reaktion auf die
Globalisierung, die auf der anderen Seite aber keinswegs so fortgeschritten ist, wie
eilfertige Apologeten unserer Zeit es predigen.
Wie sonst könnte es passieren, dass
ein zentrales Label des Jazz wie Fantasy derzeit keinen deutschen Vertrieb besitzt. Die
Redaktion und der Verlag haben sich dennoch entschieden, es aufzunehmen, weil ohne diese
Produktionen einfach dieser Katalog seinem guten Ruf nicht gerecht werden würde.
Auf der anderen Seite ist diese
Tatsache nicht nur ein Fehler der amerikanischen Firma, sondern auch ein passender
Ausdruck der derzeitigen Situation in der europäischen Jazz-Szene:
Zuviel wird nach dem Motto "weiter
so" gemacht, zu selten werden neue Wege begangen oder neue Methoden ausprobiert.
Damit komme ich zurück zum Anfang:
Wechsel kann etwas gutes sein und das
sollte das Motto für diesen Katalog sein.
Martin Reichold
Nürnberg, 31. Oktober 2005 |
Vorwort
"Endlich naht sich die Stunde" ist
nicht nur passend zum Mozart-Jahr das Motto einer der schönsten Sopran-Arien des Genies
aus Salzburg, sondern die Rosen-Arie der Susanne aus Figaros Hochzeit könnte ein
Stoßseufzer sowohl für die Macher wie für die Leser des Bielefelder Kataloges Klassik
sein, der jetzt im 54. Jahrgang von Ihnen liegt.
Gemeint damit sind zwei Tatsachen, die
in den beiden letzten Jahren zweifelsfrei gegeben waren:
Aus diversen Gründen nicht
hundertprozentig gelungene Kataloge und der Kampf um die Akzeptanz des Kataloges bei der
Industrie, die anfangs dem Ganzen eher skeptisch gegenüber stand.
Beides hat sich mit dieser Ausgabe
erledigt.
Dafür spricht nicht nur die Zahl der
Neueinträge (knapp 4500), sondern auch die der Tonträger insgesamt, die den bereits
einzigartigen Umfang der Ausgabe 2005 mit knapp 46.000 Tonträgern noch einmal
übertrumpft hat.
Durch die Optimierung des Druckbildes
konnte das Ganze noch einmal in einem Band untergebracht werden, obwohl die Lesbarkeit
deutlich verbessert wurde.
Darüber wurde aber auch nicht die
moderne Technik vergessen. Erneut wurde die CD-ROM optimiert, deren Suche inzwischen an
Genauigkeit und Geschwindigkeit nichts mehr zu wünschen übrig lässt.
Nur durch diese Verbindung von
Qualität und Modernität ist das Fortbestehen des Bielefelder Kataloges auch in Zukunft
gesichert - als Partner des Handels, der Industrie und des Endverbrauchers.
Ein Dank geht in diesem Jahr an Albert
Wagner von L&P in Berlin und Manfred Goergen von CLASS, die mit ihrer Hilfe immer dann
zur Stelle waren, wenn Not am Mann war.
Martin Reichold
Nürnberg, 10. Januar 2006 |